Augen im Weltraum die Weltraumteleskope Herschel und Planck - Wissenschaftstag in der Centralstation Darmstadt
Wissenschaftstag: Europas ehrgeizigste Weltraummissionen
Zwei der anspruchsvollsten Raumsonden, die je gebaut wurden - Herschel und Planck - sind im Mai 2009 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou aus ins All gestartet und werden seither von der europäischen Weltraumorganisation ESA in Darmstadt kontrolliert. Beide Teleskope sollen Daten liefern, die über die Entstehung des Universums aufklären.
Herschel und Planck gehören zu den ehrgeizigsten Weltraummissionen, die Europa je auf den Weg gebracht hat. Sie werden die bisherigen Grenzen der Weltraumastronomie verschieben: Das Weltraumteleskop Herschel ist mit dem größten Spiegel ausgestattet, der je ins All geschickt wurde und wird sich in erster Linie noch unerforschten Teilen des elektromagnetischen Spektrums widmen, um die Geburt von Sternen und Galaxien sowie Staubwolken und planetenbildenden Scheiben um Sterne zu untersuchen.
Planck wurde für die Erfassung winziger Schwankungen in der fossilen Strahlung des ersten, kurz nach dem Urknall im Universum emittierten Lichts entwickelt. Dank seiner Empfindlichkeit ist das Teleskop in der Lage, bis zu den experimentellen Grenzen des Beobachtbaren vorzustoßen und somit einen Blick auf die Ursprünge des Universums zu werfen und dessen Bestandteile wie die schwer fassbare, dunkle Materie und Energie zu erforschen, die Wissenschaftskreisen in aller Welt nach wie vor Rätsel aufgeben. Beide Observatorien umkreisen den Lagrange-Punkt 2, der 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist.
Beim Wissenschaftstag am Montag, dem 23. November, werden die beiden ESA-Mitarbeiter Michael Schmidt, Flugleiter Herschel, und Andreas Rudolph, stellvertretender Flugdirektor Herschel und Planck, in der Centralstation über den bisherigen Verlauf der Missionen berichten und erste Ergebnisse vorstellen.
Der Vortrag ist Teil der Reihe 'Wissenschaftstag', bei der herausragende Wissenschaftler und Forschungsinstitutionen aus Darmstadt ihre Arbeit anschaulich der Öffentlichkeit präsentieren. Er wird veranstaltet in Kooperation von Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH, Centralstation und ESA.
Quelle: Pressemeldung European Space Agency
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