Erdgeschichte zum Anfassen: Geo-Gütesiegel für den "Wächter des Allgäus"
Der "Wächter des Allgäus" bekam heute vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) das Gütesiegel: Damit gehört der Grünten nun offiziell zu den bedeutendsten geologischen Naturwundern Bayerns. Weithin sichtbar ragt der auffällige Gipfel über den Alpenrand bei Sonthofen. Seine Kalk- und Sandsteine stammen aus dem Helvetikum und sind bei Burgberg im Steinbruch an der Schanz wie kaum an einem anderen Ort lehrbuchhaft zu sehen: "Die Gesteine am Grünten beeindrucken durch ihre Farben und Strukturen. Hier haben wir Erdgeschichte zum Anfassen: An diesem natürlichen Archiv können wir die Vergangenheit studieren und damit den momentanen Zustand erklären und künftige Ereignisse einordnen", erklärte LfU-Präsident Albert Göttle heute beim Festakt und betonte auch den technischen Nutzwert der Gesteine am Grünten: "Hier werden seit Jahrzehnten hochwertige Baumaterialien insbesondere für den Wasserbau gewonnen." Göttle stammt selbst aus dem Oberallgäu und freut sich daher besonders, dass er den Steinbruch an der Schanz heute als 85. Geotop in das Programm "Bayerns schönste Geotope" aufnehmen konnte.
Ein Gremium von Fachleuten des LfU - der obersten Fachbehörde für Geologie, Natur, Wasser und Umwelt - und der Umweltverwaltung wählt die Geotope aus, die in die Bestenliste aufgenommen werden. Für jedes Geotop bieten Internet-Informationen und Faltblätter in den Fremdenverkehrsämtern der Gemeinden umfassende Erläuterungen. Hinweisschilder an den Wanderwegen leiten die Besucher zu den Naturschätzen und den dortigen Informationstafeln.
Quelle: Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Umwelt
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