Hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger besucht ESOC in Darmstadt

20.10.2009 | Darmstadt
"Hessens Tor zum Weltraum" hat heute hohen Besuch erhalten: Frau Silke Lautenschläger, Hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, informierte sich bei einem Arbeitstreffen und einem Rundgang durch die Kontrollräume über die Projekte der Europäischen Weltraumorganisation ESA am Standort Darmstadt.

Gaele Winters, ESA-Direktor für Missionsbetrieb und Leiter des ESOC, gab der Ministerin und Vertretern der lokalen Politik einen Überblick über die aktuellen und geplanten Missionen der ESA, insbesondere bei den diversen Nutzungsmöglichkeiten für Erd- und Umweltbeobachtungssatelliten.

Europas Eis Mission CryoSat-2

Anstehender Start der CRYOSAT-Eismission am 25. Februar

Neben Details zur Beobachtung von Umweltproblemen aus dem All durch die aus Darmstadt gesteuerten ESA-Satelliten ERS-2 und ENVISAT, wurden auch die neuen Missionen GOCE, SMOS (beide 2009 gestartet) sowie die für den 25. Februar 2010 anstehende Eis-Mission CRYOSAT angesprochen. "CryoSat wurde von der ESA entwickelt, um die polaren Eiskappen der Erde neu zu vermessen. Zu den weltweit einzigartigen Eigenschaften des Satelliten zählt seine Fähigkeit, nicht nur die Fläche, sondern auch die Dicke von Eismassen erfassen zu können. Mit diesen Informationen über den Umfang des Eises können neuartige Erkenntnisse über den Klimawandel gewonnen werden" betonte ESOC-Leiter Gaele Winters.

G. Winters, S. Lautenschläger, U. Vetterlein und weitere Besucher

"Wirksamer Klimaschutz ist die größte Herausforderung der Zukunft. Es geht um die Bewahrung der Schöpfung. Nur wenn wir wissen, wie sich die Dinge verändern, können wir dem Klimawandel und seinen Folgen begegnen", betonte die Ministerin vor Ort. Silke Lautenschläger würdigte die im Jahr 2009 gestartete ESA-Mission GOCE zur präzisen Messung von Meeresströmungen und Veränderungen des Meeresspiegels. Lautenschläger machte deutlich, dass ESA/ESOC mit der Mission CRYOSAT, die Beobachtung des Klimawandels und globaler und regionaler Umweltbelastungen noch weiter verstärke.

Umweltspezifische Start-Up Projekte des Centrums für Satellitennavigation Hessen", ein Gründerzentrum für Satellitennavigation, Gemeinschaftsprojekt von ESA und Hessischer Landesregierung, wurden beim Besuch der Ministerin ebenfalls diskutiert. In Darmstadt entsteht im Rahmen des ESA-Technologietransfers u.a. ein Projekt für Flutwarnsysteme.

Hintergrund ESOC: "Europas & Hessens Tor zum Weltall"

Das ESOC (European Space Operations Centre) ist das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA - "Europas Tor zum Weltraum". Es ist für den Betrieb sämtlicher ESA-Satelliten und für das weltweite Netz der dazu notwendigen ESA-Bodenstationen verantwortlich. Seit 1967 hat ESOC 60 Satelliten erfolgreich operationell betreut, darunter Huygens, Mars Express, Venus Express, Rosetta, ERS-2, Envisat, GOCE, Herschel & Planck, etc. Außerdem hat ESOC zahlreiche Missionen anderer nationaler und internationaler Organisationen unterstützt. Aufgrund seiner hochentwickelten Technik und seiner Spezialisten-Teams ist das ESOC in der Lage, gleichzeitig 15 Satelliten in Routine und weitere Satelliten in der kritischen Startphase zu kontrollieren sowie weltweit renommierte Rettungsaktionen durchzuführen.

Quelle: Pressemeldung European Space Agency

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