Satellit GOCE wird im März starten

13.02.2009 | München
Endlich ist es soweit: Nach Wartungsarbeiten an der Trägerrakete soll der Satellit GOCE (Gravity Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer) nun am Montag, 16. März, um 15:21 Uhr von Plesetsk, Russland in die Erdumlaufbahn geschickt werden.

GOCE ist der erste Satellit des ESA-Programms Living Planet und soll das Schwerefeld der Erde in einer bisher unerreichten Detailgenauigkeit vermessen sowie wichtige Referenzdaten für Ozeanographie, Geophysik und die Erforschung des Meeres liefern. Zum Beispiel wird erstmals ermöglicht, die Oberflächenzirkulation der Weltmeere direkt und global zu erfassen. Bisher hatte man dies allein aus mathematischen Modellrechnungen erschlossen. Angesichts unübersehbarer Klimaänderungen sind diese Daten für Forschung und Wissenschaft entscheidend für ein besseres Verständnis des Systems Erde.

Professor Reiner Rummel, Ordinarius für Astronomische und Physikalische Geodäsie (IAPG) der Technischen Universität München (TUM) und Fellow im Institut for Advanced Studies der TU (TUM-IAS) hat in den vergangenen sieben Jahren maßgeblich zur Entstehung dieser Mission beigetragen. Er ist Sprecher der GOCE Mission Advisory Groupe, einem Art GOCE-Think Tank mit zehn europäischen Wissenschaftlern, die das Projektteam in allen wissenschaftlichen Fragen der Projektrealisierung beraten. Professor Rummel: "Gerade in Zeiten des noch lange nicht vollständig verstandenen Klimawandels benötigt die Forschung kontinuierlich neue Erdbeobachtungen." Wegweisende Erkenntnisse erhofft man sich daher nun von den Daten, die GOCE acht Monate lang zur Erde funken wird.

Quelle: Pressemeldung Technische Universität München

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