Spaziergang im Weltraum
Das Weltraumlabor Columbus, eine Reise zu neuen Ufern" lautet das Thema, zu dem Wissenschaftsastronaut Hans Schlegel am 22. April 2009 im Rahmen des Physikalischen Kolloquiums an der TU Chemnitz spricht. Schlegel war im Februar 2008 Crewmitglied beim Flug der Raumfähre Atlantis zur Internationalen Raumstation. Das amerikanische Space Shuttle brachte das europäische Wissenschaftsmodul Columbus zur ISS. Europa nutzt seitdem 8,3 Prozent der Forschungsmöglichkeiten im westlichen Segment der ISS und kann rund um die Uhr Experimente in der Schwerelosigkeit betreiben. Hans Schlegel war maßgeblich daran beteiligt, Columbus in Betrieb zu nehmen - dazu verbrachte er einen fast siebenstündigen Außeneinsatz. Damit ist er nach Thomas Reiter der zweite deutsche Astronaut, der einen Weltraumspaziergang absolvierte.
Schlegel studierte Physik an der RWTH Aachen, wo er anschießend als Wissenschaftlicher Angestellter tätig war. Nach zwei Jahren in der Industrie begann er 1988 am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Ausbildung zum Wissenschaftsastronauten. Seit 2005 ist er leitender Astronaut der Europäischen Raumfahrtagentur ESA im Johnson Space Center in Houston, Texas. Seine ersten Weltraum-Erfahrungen sammelte er 1993 an Bord des Space Shuttles Columbia bei der deutschen D2-Mission.
In seinem Vortrag an der TU Chemnitz berichtet er von seinen Reisen ins All sowie von den experimentellen Möglichkeiten, die das Weltraumlabor Columbus den europäischen Forschern eröffnet. Die Veranstaltung am 22. April 2009 beginnt um 17.15 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90, Raum N114.
Quelle: Pressemeldung Technische Universität Chemnitz
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