TU Dresden und Archäologisches Landesamt unterzeichnen Kooperationsvertrag
Beide Einrichtungen arbeiten bei geoarchäologischen Projekten zusammen. Die Geoarchäologie ist ein neuer Forschungszweig, der die Umwelt vergangener Kulturen zu rekonstruieren versucht. Dabei werden im Umfeld archäologischer Ausgrabungen Boden- und Sedimentprofile untersucht und die Ergebnisse beider Arbeitsgruppen miteinander verschnitten. Archäologische Ausgrabungen rekonstruieren detailgetreu das Leben in zurückliegenden Zeiträumen und versuchen, ehemalige Handlungsmuster zu erkennen. Es ist aber durchaus möglich, dass diese Handlungsmuster durch damals herrschende Umweltbedingungen bestimmt wurden. Aus Sediment- und Bodenarchiven kann die frühere Umwelt rekonstruiert werden, was die Interpretation der Grabungsergebnisse der Archäologen sowie der Geowissenschaftler erleichtert.
Der Kooperationsvertrag zwischen dem Landesamt für Archäologie und der TU Dresden sieht für die Zukunft eine noch engere Zusammenarbeit vor. Konkret wird im Rahmen von Forschungsprojekten der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert und die "Geoarchäologie" in der Lehre als Vertiefungsschwerpunkt angeboten. Weiterhin werden in Workshops und Doktorandenseminaren Forschungsthemen vertieft und wissenschaftliche Ergebnisse transferiert. Ein wesentlicher Bestandteil des Vertrags wird der Austausch von Studierenden, Doktoranden und Mitarbeitern beider Institutionen sein, die im Rahmen dieser Kooperation ihre Diplomarbeiten, Doktorarbeiten und Praktika realisieren. Bereits im Mai 2009 findet ein internationaler Geoarchäologenkongress in Dresden statt, zu dem das Landesamt für Archäologie und die Professuren Physische Geographie (Prof. Faust) und Landschaftslehre/Geoökologie (PD Dr. Lorz) der TU Dresden einladen.
Quelle: Pressemeldung Technische Universität Dresden
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