Verfolgungsjagd durch die Milchstraße
Ende März wird es noch einmal spannend. Drei Studierende der TU Berlin wurden für ein von ihnen entwickeltes Computerspiel als "Student Showcase Winner" nominiert und werden als eines von zehn Teams in der Finalrunde in San Francisco im Wettbewerb des Independent Game Festivals (IGF) antreten. Das IGF ist der wichtigste Wettbewerb unabhängiger Spielentwickler weltweit.
Bereits seit drei Jahren bietet Prof. Dr. Marc Alexa in seinem Fachgebiet den Kurs "Game Programming" an. Dort erhalten die Studierenden in Praxis und Theorie tiefe Einblicke in viele verschiedene Bereiche der Wissenschaft rund um Computer und Informatik: in Computer-Grafik, Software-Programmierung, Künstliche Intelligenz oder Computer-Mensch-Interaktion. "Nachdem sie sich Grundlagen angeeignet haben, sollen die Studierenden selbstständig kleine Spielideen entwickeln und diese in spielbare Prototypen implementieren", erklärt Marc Alexa. "Einer davon wird schließlich zu einem vollwertigen Spiel entwickelt."
Die Spielentwickler Volker Seeker, Thomas Bedenk und Johannes Giering (v. l.) mit ihrem Spiel Zeit2.
© TU-Pressestelle/DahlIhr Spiel "Zeit2", ein sogenanntes "shoot"em up"-Spiel entwickelten die Informatikstudenten Florian Schreiber, Johannes Giering und Volker Seeker sowie Thomas Bedenk, Student im TU-Masterstudiengang "Human Factors". Es ist ein Raumfahrtabenteuer quer durch die Milchstraße, dessen verschiedene zeitliche und grafische Ebenen (Levels) eine solche Reife aufweisen, dass das Team in einem ersten Wettbewerb "Microsoft Dream Build Play" bereits Platz 13 von 350 Beiträgen erreichte und damit das beste deutsche Team war. Auf der IGF vom 23. - 27. März 2009 in Kalifornien wird den Top-Ten-Wettbewerbern und damit auch dem TU-Team ein eigener Messestand zur Verfügung gestellt. "Dort können wir den Fachleuten einen Einblick in unser Spiel geben - und hoffentlich interessante Kontakte knüpfen", freut sich Volker Seeker, einer der studentischen Entwickler.
"Die komplette Entwicklung eines Computerspiels umfasst sehr viele Einzelschritte", erklären die Teammitglieder übereinstimmend. "Nur durch viel Engagement und Zeitaufwand konnten wir das Projekt überhaupt in einem so kleinen Team erfolgreich fertig stellen." Vor allem in den letzten Wochen hätten sie sich so manche Nacht um die Ohren geschlagen, um das Spiel "auf Hochglanz zu polieren" und auszubalancieren. Und zum "Hochglanz" gehört natürlich nicht nur der ruckelfreie Durchlauf der verschiedenen grafischen Ebenen. Zum Team gehört daher auch Diplom-Designer Lars Fischer von der FH Nürnberg, der Sound und Musik beigesteuert hat. "Nicht zuletzt wegen der ausgezeichneten Unterstützung durch unseren Betreuer Dr. Andrew Nealen, haben wir sehr viel gelernt und wertvolle Erfahrungen im Bezug auf Gamedesign, Gamemechanics und Teamwork gemacht."
Quelle: Pressemeldung Technische Universität Berlin
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